Vorerst keine Folgenabschätzung einer möglichen UEK-Schließung

Förderverein verwundert über Ablehnung des Antrags auf Folgenabschätzung einer UEK-Schließung

Der Förderverein zum Erhalt  der UEK am Standort Norden bedauert die mehrheitliche Ablehnung seines  Antrags an die Stadt Norden durch SPD und FDP.  In dem Antrag sollten die Auswirkungen einer möglichen  Schließung der UEK Norden auf  Stadt und Region begutachtet werden.

Wie in der Begründung des Antrags beschrieben, sind bei einer Schließung  auf Grund der medizinischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Klinik für die Region erhebliche soziale  und wirtschaftliche Folgen zu befürchten. Im Rahmen der Konzepterstellung für eine zukünftige Lösung für die drei Kliniken durch die Trägergesellschaft werden solche Auswirkungen nicht betrachtet. Nach Einschätzung des Fördervereins  wurde nach  dem Ausgang des Bürgerentscheides bisher zu wenig unternommen, um Klarheit über mögliche Folgen für Norden und sein Umland  zu gewinnen.

Der Förderverein wird sich  auch zukünftig aktiv dafür einsetzen, daß  entsprechende Vorstöße aus der Norder Bürgerschaft ernstgenommen und verfolgt werden und daß das Thema „Zukunft der stationären Gesundheitsversorgung“  in den politischen Gremien vor Ort gebührend behandelt wird.

Zum  nächsten öffentlichen  Treffen lädt der Förderverein für  Di, den 06.03., 19.30 ins Mittelhaus Norden  ein.

Förderverein beantragt Folgenabschätzung einer Schließung der Norder UEK

Pressemitteilung des Fördervereins der Ubbo-Emmius-Klinik am Standort Norden e.V.

25.08 2018: Bürger in Norden wollen sich nicht mit Schließungsplänen abfinden

Förderverein berät Maßnahmen zur Gegenwehr

Das  zweite Treffen des Fördervereins zum Erhalt der UEK am Standort Norden nach der Vorstellung der Schließungspläne für das Norder Krankenhaus fand wieder unter reger öffentlicher Beteiligung  statt.  Fazit des Treffens : Die Bürger aus Norden und dem Umland wollen sich keinesfalls mit den Schließungsplänen abfinden und planen  Maßnahmen zur Gegenwehr. 

Das Modell „Zentralklinik“ wurde  im  Bürgerentscheid abgelehnt. Jetzt erwarten die  Bürger den Erhalt aller drei Standorte im  Rahmen einer Verbundlösung . Dabei muß die stationäre Grund- und Regelversorgung (mindestens mit chirurgischer und internistischer Abteilung) sowie eine  Notfallversorgung rund um die Uhr in allen drei Städten langfristig erhalten werden.

Die von Claus  Eppmann vorgetragenen Pläne sehen dagegen vor, mit Norden  einen  ganzen  Standort aus dem Verbund herausfallen zu lassen. Wie er selbst erklärte, lagen dieser  Richtungsentscheidung weder  Prüfungen  der wirtschaftlichen Grundlagen noch  Betrachtungen  der Patientenströme zugrunde. Daß er sie trotzdem in dieser Form bereits als „Grobkonzept“ vorgestellt hat, ist nur dadurch erklärbar, daß es eine entsprechende politische Vorabfestlegung  seiner Gesellschafter – des LK Aurich und der Stadt Emden – gibt. Allein mit Blick auf den Beitrag des Norder Hauses zu den Gesamtverlusten der UEK (maximal  15%)  und auf die   Patienten – und Bevölkerungsstruktur im Einzugsbereich ist die Schließung ausgerechnet dieses Hauses  ansonsten nicht erklärbar.

Währenddessen  ist rund um die Norder UEK eine immer weiter  fortschreitende  schleichende Erosion zu beobachten. Bei  der  stattfindenden  Ausrichtung von  Zentren innerhalb der UEK verliert der Standort Norden wie seit vielen Jahren  immer weiter an Gewicht. Die  Perspektiven der hier tätigen Ärzte und Pflegekräfte verschlechtern sich zusehends. Viele, gerade junge  Mitarbeiter orientieren sich weg zu anderen Arbeitgebern. Seit Jahren fließen keine Fördermittel des Landes mehr, da man im Vorgriff auf die Zentralklinik auf einen Plan B (wie Bestandssicherung) verzichten wollte.

Vor diesem Hintergrund erwarten Förderverein und Bürger in Norden, daß die Norder Parteien und Gremien  selbst eindeutige Maßstäbe für eine Verbundlösung unter Einschluß des Norder Krankenhauses  in Richtung Aurich und Emden setzen.  Ein Verbund, in dem die  Norder UEK   als Konkursmasse geopfert wird, kann für Norden keine Perspektive sein.

Der Förderverein hat deshalb  den Antrag an die Stadt Norden gestellt, zu prüfen, welche konkreten Folgen eine Schließung des Krankenhauses hätte. Insbesondere geht es um die Auswirkungen für ältere und sozial schwache Bürgerinnen und Bürger, um die regionale Wirtschaft, insbesondere die Arbeitsplätze sowie den Status der Stadt Norden als  Mittelzentrum. Auch die zu erwartende Veränderung der Steuereinnahmen der Stadt soll untersucht  werden. Der Antrag wurde dem Bürgermeister in der  Erwartungen zukommen lassen, ihn noch  in die bevorstehenden Haushaltsberatungen einzubringen.

Der Förderverein plant weitere Aktionen und ruft alle Norder und betroffenen Bürger aus dem Umland , die nicht mit den geplanten  Einschränkungen der stationären Versorgung in der gesamten Region durch eine Neuauflage der Zentralklinikpläne  einverstanden sind,  sich aktiv an der Vorbereitung und Umsetzung von Protestaktionen zu beteiligen!

Zum nächsten öffentlichen Treffen lädt der Förderverein  am Di   06.03.  um 19:30 wieder ins  Mittelhaus in Norden ein. Alle interessierten Bürger sind dabei  herzlich willkommen.

 

Gespräch mit Matthias Arends

Gespräch des Fördervereins mit Matthias Arends (SPD) am 16.02.2018

Der Förderverein sprach letzte Woche mit dem Landtagsabgeordneten Matthias Arends, in dessen Wahlbereich gleich zwei der von der Umstrukturierung betroffenen Krankenhäuser liegen; Emden und Norden.  Der Vereinsvorstand  trug Herrn Arends eine Einschätzung vor, was zu erwarten wäre, wenn die Betriebsstätte der UEK in Norden geschlossen werden sollte. Seit Übernahme durch den Landkreis wurde das Norder Krankenhaus sukzessive abgebaut. Unbestritten war auch, daß das Krankenhaus in Norden über die bessere Bausubstanz verfügt, sowie ein geringeres Defizit vorzuweisen hat. Durch die durchweg gute Belegung ist eigentlich bewiesen, dass das Haus dringend gebraucht wird. Wohin gehen Sie denn, wenn das Kind abends in die geschlossene Balkontür läuft und aus einer große Kopfplatzwunde blutet oder sie mit dem Fuß umgeknickt sind und vielleicht ein Knochenbruch vorliegt?  Die Chirurgen im MVZ sind abends nicht erreichbar, der kassenärztliche Bereitschaftsdienst muss über 116117 kontaktiert werden und ist vielleicht gerade anderswo im Einsatz. Bei fehlendem Krankenhaus entfällt die Notfallambulanz mit Chirurgen und Röntgen vor Ort.(siehe Schaubild unten). Im Altkreis Norden wäre  demnach abends keine chirurgische Hilfe mehr gewährleistet! Es würden Fahrten von über 20 km zum nächstgelegenen Krankenhaus anfallen. Auch diese Bedenken wurden dem SPD-Landtagsabgeordneten vorgebracht, sowie, dass man die angekündigte Bürgerbeteiligung vermisse (was zwischenzeitlich offensichtlich durch eine 2-Wochen-Online-Umfrage wettgemacht werden soll). Der Auftrag der Politik an die Trägergesellschaft – eine „Verbundlösung“ zu schaffen – beinhaltet den Erhalt aller drei Standorte !  Die von Eppmann unter dem hochtrabenden Titel „Zukunftslösung für einen Klinikverbund“ vorgetragenen Absichtserklärungen, nach denen er den Standort Norden aufgeben will, haben mit einem „Klinikverbund“ nichts zu tun und sind völlig inakzepabel –  für Bürger, Patienten und Mitarbeiter!

So erhofft sich der Verein, neue Denkanstöße gegeben zu haben, die in die Fraktion weitergetragen werden und die Parteimitglieder vor Ort ihre persönliche Entscheidung überdenken lassen.  Bisher ist der Auftrag der Politik an die Trägergesellschaft nicht erfüllt worden. Auch nach acht Monaten fehlen die Konzepte zum Erhalt der drei Klinikstandorte – und die sollten endlich von der Politik dringender den je eingefordert werden.

Wohin im Notfall in Norden ?