Wirtschaftlichkeitsbetrachtung überflüssig – neue Termine für die Zentralklinik

Ohne weitere kritische Stellungnahmen aus den politischen Gremien und ohne weitere Nachfragen in der Öffentlichkeit sind in den vergangenen Wochen  zwei lange angekündigte Termine für die Zukunft unserer Krankenhauslandschaft (einmal mehr) zu Makulatur  erklärt worden.

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung? Kommt  zwei Jahre später – die braucht aber sowieso niemand mehr!

Der Zeitpunkt, an dem endlich eine „wirklich entscheidungsreife“ („belastbare“, „gesicherte“,  nicht „spekulative“ …)  Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Vorhabens „Zentralklinik“ vorliegen soll, ist nun Ende 2022.

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Welche Einschnitte kommen als nächstes?

Pressemitteilung des Fördervereins vom 05.11.2021: Förderverein übt weiter Kritik an Trägergesellschaft

In der letzten Sitzung des Fördervereins für das Krankenhaus in Norden wurde festgestellt, dass „die Trägergesellschaft der Kliniken die ständigen von ihr durchgeführten Einschnitte in der Gesundheitsversorgung mit einer Charme-Offensive zu kaschieren versucht“. Im Einzelnen kamen die folgenden Themen zur Sprache:

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Kürzungen an der UEK Norden: Förderverein kritisiert irreführende Erklärungen der Trägergesellschaft

In der Sitzung des Auricher Kreistags am 30.09. berichtete der Sprecher der Geschäftsführung  Kliniken Aurich/Emden/Norden, Claus Eppmann, den Abgeordneten zur Situation der Kliniken. Dabei ging es speziell um Kritikpunkte und offene Fragen in puncto Organisation der bestehenden Kliniken, die im Rahmen des Gutachtens zur Impfaffäre  an die Trägergesellschaft adressiert worden waren.

Die lokalen Zeitungen berichteten ausführlich zu den Aussagen Eppmanns. Speziell zur Situation der UEK Norden war in der OZ zu lesen : „Der Klinikchef trat Gerüchten entgegen, wonach am Klinikstandort  Norden das medizinische Angebot heruntergefahren werden solle“. Die ON schrieb : „(..) betonte Eppmann (..), daß die Leistungen im Norder Krankenhaus keinesfall mit Vorsatz heruntergefahren würden, auch wenn die Fallzahlen in einigen Bereichen sinken. Vielmehr wollen man dort sogar noch einige Schwerpunkte aufbauen, etwa in der Altersmedizin..“ 

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Pressemitteilung zum Parteitagsbeschluß der SPD Aurich und Emden

24-8-2018: Der Förderverein begrüßt den Parteitagsbeschluss der SPD-Unterbezirke Aurich und Emden.  Gravierende Probleme stellen Planungen für die Zentralklinik in Georgsheil in Frage.
„Wir finden in dem Beschluss der SPD einen großen Teil unserer Forderungen wieder“ sagt Dr. Axel Schönian, der 2. Vorsitzende des Fördervereins der UEK am Standort Norden zum Beschluss der SPD-Unterbezirke Aurich und Emden vom 17. August. „Auch nach Jahren der Planung und Vorbereitung sind entscheidende Fragen weitab einer Lösung“, stellt Dr. Schönian fest: „Dies sind zum Beispiel die Notfallversorgung, die unzureichende Verkehrsinfrastruktur, die Finanzierung sowie die wirtschaftlichen Konsequenzen für die drei betroffenen Städte – aus unserer Sicht natürlich vor allem die Auswirkungen auf den Altkreis Norden“. Ursprünglich sollte nach Aussagen von SPD und CDU der Bürgerentscheid bindend sein: falls die Bürger im Landkreis Aurich oder der Stadt Emden die Zentralklinik ablehnen, sollten die Zentralklinik-Pläne aufgegeben werden. Die Bevölkerung in den Städten Emden und Aurich hatte im Juni 2017 mehrheitlich für den Erhalt ihres Krankenhauses und damit gegen den Bau einer Zentralklinik in Georgsheil gestimmt. Dennoch arbeite die  Geschäftsführung der Trägergesellschaft zum Bau des Klinikums in Georgsheil im Auftrag von Landrat Weber (SPD) und Oberbürgermeister Bornemann (SPD) weiter daran, die Zentralklinik umzusetzen. „Insbesondere im Krankenhaus Norden wird in einem Ausmaß gekürzt, dass zu befürchten ist, dass es bereits vor einer Grundsteinlegung in Georgsheil geschlossen werden soll“, hieß es im Förderverein. Wenn es die SPD mit einer Bürgerbeteiligung ernst meine, müsse sie sich für einen sofortigen Abwicklungsstopp des Krankenhauses Norden einsetzen. Deshalb fordert der Förderverein die SPD im Landkreis und insbesondere die Kreistagsabgeordneten aus dem Altkreis Norden dazu auf, weitere Kürzungen im Krankenhaus Norden zu verhindern. Der Förderverein freut sich auf eine echte Bürgerbeteiligung und fordert, bereits bei der Planung und Organisation der Bürgerbeteiligung einbezogen zu werden. „Uns liegt an einer ergebnisoffenen Diskussion, um die beste Lösung für die Gesundheitsversorgung zu erreichen, die auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Dabei sollten alle Beteiligten darauf verzichten, Positionen als alternativlos darzustellen.“ „Wir vom Förderverein müssen ebenso offen über die Errichtung einer Zentralklinik diskutieren, wie die andere Seite für den Erhalt und die Entwicklung der jetzigen Standorte offen sein muss. Das Finden der sinnvollsten Lösung ist wichtiger, als ein Dogma durchzusetzen“ betont der Förderverein. Am Ende des Bürgerbeteiligungsprozesses müsse ein verbindlicher Bürgerentscheid stehen.

 

 

 

 

Drohende UEK-Schließung in Norden: Bürger sehen Lokalpolitiker in der Pflicht

Pressemitteilung des Fördervereins der Ubbo-Emmius-Klinik am Standort Norden e.V.

7.3.2018: Förderverein erwartet, daß angesichts der absehbaren Folgen einer Schließung alle Parteien für das Norder Krankenhaus aktiv werden

Das gestrige Treffen des Fördervereins zum Erhalt der UEK am Standort Norden fand erneut unter reger öffentlicher Beteiligung  statt. Auf großes Unverständnis ist die Ablehnung des Antrags an den Norder Rat gestoßen, eine Abschätzung der sozialen und wirtschaftlichen  Folgen einer möglichen Schließung der UEK durchführen zu lassen. Zweifellos sei mit erheblichen Folgen für Norden und die Region zu rechnen, wenn bei etwas über 10.000 sozialversicherungspflichtigen  Beschäftigten in Norden bis zu  3.000 im Gesundheitssektor oder direkt damit verbundenen Bereichen tätig sind. Mit Seitenblick auf die in Emden drohenden Arbeitsplatzverluste im Schiffbau bei TKMS und die  vielen Aktivitäten der dortigen Politik zu diesem Thema wurde die Erwartung geäußert, daß auch in Norden die Politik ihre Zurückhaltung in einer so bedeutenden Frage wie dem drohenden Verlust des Krankenhauses aufgibt . Der Förderverein bat den Bürgermeister, hierzu einen Dialog mit allen Norder Parteien aufzunehmen mit der Zielsetzung, eine valide Folgeabschätzung auf den Weg zu bringen und Wege zu suchen, den Krankenhausstandort Norden zu erhalten.

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Förderverein beantragt Folgenabschätzung einer Schließung der Norder UEK

Pressemitteilung des Fördervereins der Ubbo-Emmius-Klinik am Standort Norden e.V.

25.08 2018: Bürger in Norden wollen sich nicht mit Schließungsplänen abfinden

Förderverein berät Maßnahmen zur Gegenwehr

Das  zweite Treffen des Fördervereins zum Erhalt der UEK am Standort Norden nach der Vorstellung der Schließungspläne für das Norder Krankenhaus fand wieder unter reger öffentlicher Beteiligung  statt.  Fazit des Treffens : Die Bürger aus Norden und dem Umland wollen sich keinesfalls mit den Schließungsplänen abfinden und planen  Maßnahmen zur Gegenwehr. 

Das Modell „Zentralklinik“ wurde  im  Bürgerentscheid abgelehnt. Jetzt erwarten die  Bürger den Erhalt aller drei Standorte im  Rahmen einer Verbundlösung . Dabei muß die stationäre Grund- und Regelversorgung (mindestens mit chirurgischer und internistischer Abteilung) sowie eine  Notfallversorgung rund um die Uhr in allen drei Städten langfristig erhalten werden.

Die von Claus  Eppmann vorgetragenen Pläne sehen dagegen vor, mit Norden  einen  ganzen  Standort aus dem Verbund herausfallen zu lassen. Wie er selbst erklärte, lagen dieser  Richtungsentscheidung weder  Prüfungen  der wirtschaftlichen Grundlagen noch  Betrachtungen  der Patientenströme zugrunde. Daß er sie trotzdem in dieser Form bereits als „Grobkonzept“ vorgestellt hat, ist nur dadurch erklärbar, daß es eine entsprechende politische Vorabfestlegung  seiner Gesellschafter – des LK Aurich und der Stadt Emden – gibt. Allein mit Blick auf den Beitrag des Norder Hauses zu den Gesamtverlusten der UEK (maximal  15%)  und auf die   Patienten – und Bevölkerungsstruktur im Einzugsbereich ist die Schließung ausgerechnet dieses Hauses  ansonsten nicht erklärbar.

Währenddessen  ist rund um die Norder UEK eine immer weiter  fortschreitende  schleichende Erosion zu beobachten. Bei  der  stattfindenden  Ausrichtung von  Zentren innerhalb der UEK verliert der Standort Norden wie seit vielen Jahren  immer weiter an Gewicht. Die  Perspektiven der hier tätigen Ärzte und Pflegekräfte verschlechtern sich zusehends. Viele, gerade junge  Mitarbeiter orientieren sich weg zu anderen Arbeitgebern. Seit Jahren fließen keine Fördermittel des Landes mehr, da man im Vorgriff auf die Zentralklinik auf einen Plan B (wie Bestandssicherung) verzichten wollte.

Vor diesem Hintergrund erwarten Förderverein und Bürger in Norden, daß die Norder Parteien und Gremien  selbst eindeutige Maßstäbe für eine Verbundlösung unter Einschluß des Norder Krankenhauses  in Richtung Aurich und Emden setzen.  Ein Verbund, in dem die  Norder UEK   als Konkursmasse geopfert wird, kann für Norden keine Perspektive sein.

Der Förderverein hat deshalb  den Antrag an die Stadt Norden gestellt, zu prüfen, welche konkreten Folgen eine Schließung des Krankenhauses hätte. Insbesondere geht es um die Auswirkungen für ältere und sozial schwache Bürgerinnen und Bürger, um die regionale Wirtschaft, insbesondere die Arbeitsplätze sowie den Status der Stadt Norden als  Mittelzentrum. Auch die zu erwartende Veränderung der Steuereinnahmen der Stadt soll untersucht  werden. Der Antrag wurde dem Bürgermeister in der  Erwartungen zukommen lassen, ihn noch  in die bevorstehenden Haushaltsberatungen einzubringen.

Der Förderverein plant weitere Aktionen und ruft alle Norder und betroffenen Bürger aus dem Umland , die nicht mit den geplanten  Einschränkungen der stationären Versorgung in der gesamten Region durch eine Neuauflage der Zentralklinikpläne  einverstanden sind,  sich aktiv an der Vorbereitung und Umsetzung von Protestaktionen zu beteiligen!

Zum nächsten öffentlichen Treffen lädt der Förderverein  am Di   06.03.  um 19:30 wieder ins  Mittelhaus in Norden ein. Alle interessierten Bürger sind dabei  herzlich willkommen.