Aktionsbündnis Norden bittet Kreistag um Unterstützung: es geht um die Sicherung der Notfallversorgung für alle!

Das Aktionsbündnis für den Erhalt des Krankenhauses Norden hat einen Antragsentwurf mit einer Beschlußvorlage für die nächste Kreistagssitzung am 28.06. erstellt und an die Kreistagsabgeordneten gesandt. Sie werden darin  gebeten, diesen Antrag zu prüfen und ihn sich zueigen zu machen, indem sie die Beschlußvorlage in  die kommende Sitzung einbringen. Der Förderverein begrüßt diesen Entwurf und schließt sich der Bitte an alle Kreistagsabgeordneten an, die Entscheidung zur Schliessung der Norder UEK zu revidieren und damit die existenziell gefährdete Notfallversorgung im gesamten Kreisgebiet sicherzustellen.

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Offen gebliebene Fragen an Landrat und Geschäftsführer

An der öffentlichen Ratssitzung in Norden am 31.05. nahmen Landrat Meinen, Klinik-Geschäftsführer Balster und auch Gesundheitsdezernent Dr. Puchert teil. Landrat und Geschäftsführer wollten zu dem Beschluß der Trägergesellschaft informieren, die Norder UEK ab Juli 2023 zu schließen und in ein „Regionales Gesundheitszentrum“ umzuwandeln. Sie hätten hier die Gelegenheit gehabt, Fragen von Bürgern und Klinikmitarbeitern zu diesem Beschluß zu beantworten und zu Forderungen aus Bürgerschaft, von Klinikmitarbeitern und aus der Norder Politik Stellung zu nehmen. Leider sind sie so gut wie alle Antworten schuldig geblieben. Sie zeigten sich stattdessen im Verlauf der Veranstaltung zunehmend kommunikationsunwillig und trugen dadurch zu der als Ziel formulierten „Versachlichung der Diskussion“ kaum etwas bei.

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Eine „Chance für Norden“? Das RGZ ist keine „Zukunftslösung“

Im Zuge der angekündigten Schliessung der Norder UEK mit Umwandlung in ein RGZ wurde seitens des Geschäftsführers und seines verantwortlichen Chefarztes für die Leitung der Zentrale Notaufnahmen Aurich, Emden und Norden eine neue Lösung für die Notfallbehandlung angekündigt. Anstelle der bisherigen Zentralen Notaufnahme(n) mit Intensivmedizinern, Intensivpflegekräften und einer Intensivstation stehe in Norden eine „Notfallambulanz“ zur Verfügung.

Was passiert in einer Notfallambulanz ?

Der Leistungsumfang einer solchen Notfallambulanz , sei sie nun werktags von 8-18 h erreichbar oder rund um die Uhr, 7*24, ist auf die Versorgung  leichter Notfälle beschränkt.Der Zugriff auf benötigte Ressourcen (Technik und Ärzte) für eine stationäre Behandlung ist nur solange gegeben, wie das Krankenhaus (mindestens) mit den Abteilungen ZNA, Innere und Chirurgie ausgestattet ist. Nur solange diese Kapazitäten direkt am Ort verfügbar sind, nimmt der Klinikstandort auch am System der gestuften Notfallversorgung gemäß den Vorgaben des G-BA teil. Im Rahmen einer „Notfallversorgung“ im RGZ können ausschliesslich Notfälle versorgt werden, die klassischerweise in einer gut ausgestatteten Arztpraxis behandelt werden. Für alle anderen muß eine Einweisung in ein „richtiges“ Krankenhaus veranlasst werden, was nur über einen Transport mit dem RTW geht.

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Werden Sie bloß nicht zum Notfall! Patienten in der Abmeldespirale zwischen Krankenhaus und Rettungsdienst

„Daß fast alle Intensivstationen ostfriesischer KH gleichzeitig für die Notfallaufnahme abgemeldet sind, war in der abgelaufenen Woche eher die Regel als die Ausnahme“, berichtet A. Ellinger in der OZ vom 23.05.23.

Über die vergangene Woche hatte er sich regelmäßig im elektronischen Portal IVENA die Daten zur Aufnahmebereitschaft der Kliniken angeschaut. IVENA („Interdisziplinärer Versorgungsnachweis“) ist das niedersachenweit eingesetzte Portal, in dem sich Rettungsdienste zur Versorgung ihrer Notfallpatienten über aufnahmebereite Krankenhäuser informieren. Über IVENA können sie auch vorab Daten zu den Notfällen mit den „notfallbereiten“ Kliniken austauschen.

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Gesundheitspolitischer Offenbarungseid: Aufsichtsratsbeschluß zur Schliessung der UEK Norden besiegelt K.O. für die medizinische Grundversorgung rund um Norden

Am 19.April hat der Aufsichtsrat der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden mbH die Umwandlung des Klinikstandorts Norden in ein „Regionales Gesundheits­zentrum“ beschlossen. Mindestens fünf Jahre vor der Fertigstellung der geplanten Zentralklinik (deren Finanzierung und damit Umsetzbarkeit bis heute noch nicht gesichert ist) wird damit der Grund- und Regelversorgung für die fast 90.000 Einwohner des Altkreises Norden ein ersatzloses Aus beschieden. Der Förderverein hat seit Jahren vor dem immer schneller vorangetriebenen Abbau des Norder Krankenhauses und seinen katastrophalen Folgen für die gesamte medizinische Versorgung in der Region gewarnt. Eine Strategie zur Sicherstellung des Norder Krankenhauses für die Zeit bis zur Verfügbarkeit einer neuen Klinik wurde der Geschäftsführung der Kliniken seitens der politischen Auftraggeber bis heute nicht abverlangt, sondern als „unzeitgemäß“, „finanziell nicht machbar“  und damit überflüssig abgetan. Dass genau durch diesen Kurs der „geordnete Übergang“ von Monat zu Monat stärker unterlaufen wurde, wollten die Entscheidungsträger  in den gesundheits-politischen Gremien des Landkreises Aurich nie zur Kenntnis nehmen.  Die Sicherstellung eines solchen geordneten Übergangs war aber bei den Beschlüssen zur Zentralklinik  Entscheidungsgrundlage und wurde in der Folgezeit auch immer wieder versprochen.  Eine solche Strategie – und nicht das blinde Zerstören der Grundversorgung im Namen selbstgeschaffener vermeintlicher Sachzwänge – bleibt der Träger seinen Bürgern dringend  schuldig!

Zur Pressemitteilung der Trägergesellschaft nehmen wir deshalb wie folgt Stellung:

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14 Haus- und Kinderärzte aus dem Norderland fordern klare Aussagen der Politik zur Sicherstellung der Grund- und Regelversorgung an der UEK Norden

Am  29.09.2022  äußerten sich 14 Haus- und Kinderärzten aus Norden, Hage und Großheide zur Situation im Krankenhaus in Norden. Der Förderverein begrüßt diese Stellungnahme ausdrücklich. Wesentliche dargestellte Kritikpunkte, Warnungen und Befürchtungen haben auch wir in der Vergangenheit immer wieder an die Klnikverantwortlichen und an ihre politischen Auftraggeber im Landkreis Aurich  herangetragen. Der Forderung der 14 Ärzte nach einer umgehenden klaren inhaltlichen Aussage der politischen Verantwortungsträger  zu den geplanten Maßnahmen zur  Sicherstellung der Grund- und Regelversorgung an der UEK  am Standort Norden bis zum geplanten Start der Zentralklinik schliessen wir uns vorbehaltlos an!

Wir veröffentlichen den Aufruf der 14 Ärzte anbei im Wortlaut.

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Förderverein warnt vor bevorstehendem Aus für das Norder Krankenhaus

(Presseerklärung des Fördervereins der UEK am Standort Norden e.V. vom 4.9.2022)

Förderverein warnt vor bevorstehendem Aus für das Norder Krankenhaus
Vorzeitiges Ende der Grund- und Regelversorgung in Norden befürchtet

Die aktuelle drastische Verschärfung der Versorgungssituation am Krankenhaus Norden sei durch die von der Geschäftsführung der Trägergesellschaft durchgeführte vorsätzliche Schwächung des Standortes Norden verursacht worden, heißt es vom Förderverein des Krankenhauses Norden. „Dadurch, dass 2020 der Chefarzt Dr. R. nach Aurich abgezogen worden ist, ist das Krankenhaus Norden an einem wichtigen Standbein, der Gastroenterologie (beschäftigt sich mit Magen-/Darm-/Baucherkrankungen) geschwächt worden

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