„Keine Schließung, nur weniger Medizin“? Wie das Schließen der UEK Norden verniedlicht wird

Im Kreisausschuß für Gesundheit und Pflege stand am 29.06. ein „Sachstandsbericht zum geplanten Regionalen Gesundheitszentrum, dem Modellversuch StatAMed, den geplanten ambulanten Operationen und dem verbleibenden stationären Angebot am Klinikstandort Norden“ auf der Agenda. Da die bisherigen öffentlichen Informationen seitens Landkreis und Trägergesellschaft sogar zum Zeitpunkt der bereits auf Hochtouren laufenden „Transformation“ noch mehr als spärlich waren, hatte die Vertreterin der Grünen im Ausschuß eine Behandlung dieser Themen beantragt. Mit Dr. Axel Schoenian und Helmut Hagemeister fragten auch zwei Vertreter des Fördervereins nach.

„Transformation“ im Eiltempo :  Von der klinischen Versorgung  zum RTW-x mit der Patientengesundheit

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Was wäre wenn (2): „Notfallambulanz“ statt Notaufnahme einer Klinik? Das reicht nicht!

Was wäre wenn…  die UEK in Norden tatsächlich ab dem 1.7.2023 in ein „Regionales Gesundheitszentrum“ umgewandelt würde ?

2.  Was bedeutet die  vorgesehene Schließung der UEK Norden für Notfallbehandlung ?

 „Auch in Zukunft wird der ambulante Notfallpatient (im RGZ) versorgt werden“ ,so kündigten es diese Woche der Ärztl. Direktor Dinse-Lambracht und GF Balster im Pressegespräch an. Über den gravierenden Verlust, den eine solche „Notfallpraxis“ am Standort des ehemaligen Krankenhauses gegenüber der noch bestehenden klinischen Notaufnahme bedeuten würde, sollen solche Beschwichtigungen hinwegtäuschen. In der Tat geht es aber um etwas ganz Anderes als um die Einschränkung von Öffnungszeiten. Deshalb für alle, die sich (und andere)  immer mit dem tröstenden Gedanken beruhigen wollen „Alles nicht so wild, da bleibt doch was!“  die folgenden Fakten zur Erinnerung  :

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Nach der Novellierung des NKG : „Herabstufung“ der UEK Norden

Bekanntlich wurde im Juni 2022 mit den Stimmen der damals noch regierenden GroKo und der Grünen das Niedersächsische Krankenhausgesetz novelliert.

Nach dem neuen, im Juni beschlossenen Krankenhausgesetz ist es künftig möglich, kleine und unwirtschaftliche Krankenhäuser zu schließen, wenn diese ihren Auftrag nicht mehr ausreichend erfüllen können. Diese können dann zu „Regionalen Gesundheitszentren“ RGZ umgewandelt werden.

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Kurzzeitklinik statt Grundversorgung in Norden? Zum Start von „StatAMed“

Schon ab Beginn des kommenden Jahres wird sich die UEK Norden am Projekt „Statamed“ (kurzstationäre Versorgung) beteiligen. Das bestätigte die Interimsgeschäftsführung gegenüber den Ostfriesischen Nachrichten am 1.12.22. Mit der Teilnahme an diesem Projekt geht es um nicht weniger als um den Einstieg in die Umwandlung von einem Krankenhausstandort in eine Einrichtung der ambulant-stationären Versorgung. Aussagen der niedersächsischen Gesundheitsministerin am 8.12.22 am Rande des Krankenhausplanungausschusses bestätigen, dass für Norden ab 2023 “ähnliche Pläne” in Angriff genommen werden sollen, wie jetzt erstmals in Bersenbrück, wo dem Träger eines Klinikums für die Umwandlung in ein “Regionales Gesundheitszentrum” freie Hand gegeben wurde.  Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zu Projekten der kurzstationären Grund- und Übergangsversorgung in Deutschland, Stand Juli 2022 berichtete bereits über Norden als “geplanten Projektstandort für StatAMed”, auch in der Projektbeschreibung des Innovationsausschusses des G-BA taucht die UEK Norden bereits als „Konsortialpartner“ auf.  Aus diesem Anlass informiert der Förderverein.

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Grundversorgung kein Thema? Keine Antworten von unseren frischgewählten SPD-MdL Arends und Siebels

Am 01.September – einen guten Monat vor der Niedersachsenwahl – hat der Förderverein unseren SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Arends ( zu diesem Zeitpunkt noch Kandidat, mittlerweile erneut in den Landtag gewählt ) in dem hier dokumentierten Brief noch einmal eindringlich auf die Brisanz der aktuellen Situation rund um das Norder Krankenhaus aufmerksam gemacht. Dabei wurde auf die Folgen eines immer wahrscheinlicher werdenden vorzeitigen „Aus“ in Norden hingewiesen. Auch an den Auricher MdL, Wiard Siebels, ging ein gleichlautendes  Schreiben. Unsere Erwartung war, daß es eine öffentliche Stellungnahme zur Situation des Krankenhauses Norden geben würde und dass die SPD

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14 Haus- und Kinderärzte aus dem Norderland fordern klare Aussagen der Politik zur Sicherstellung der Grund- und Regelversorgung an der UEK Norden

Am  29.09.2022  äußerten sich 14 Haus- und Kinderärzten aus Norden, Hage und Großheide zur Situation im Krankenhaus in Norden. Der Förderverein begrüßt diese Stellungnahme ausdrücklich. Wesentliche dargestellte Kritikpunkte, Warnungen und Befürchtungen haben auch wir in der Vergangenheit immer wieder an die Klnikverantwortlichen und an ihre politischen Auftraggeber im Landkreis Aurich  herangetragen. Der Forderung der 14 Ärzte nach einer umgehenden klaren inhaltlichen Aussage der politischen Verantwortungsträger  zu den geplanten Maßnahmen zur  Sicherstellung der Grund- und Regelversorgung an der UEK  am Standort Norden bis zum geplanten Start der Zentralklinik schliessen wir uns vorbehaltlos an!

Wir veröffentlichen den Aufruf der 14 Ärzte anbei im Wortlaut.

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Vor dem Aus? Norder Presse berichtet über Klima in der Norder UEK

Von einem „Klima der Angst und des Misstrauens“ an der UEK Norden berichtet der Ostfriesischer Kurier vom 26.09.2022. Unter der Überschrift „Norder Klinik in der Kritik“ berichtet der Kurier, dass es aus den Reihen der UEK-MitarbeiterInnen massive Kritik an den immer weiter verschlechterten Arbeitsbedingungen und eine Erosion des Vertrauens ins Klinikmanagement gibt. Immer weniger Mitarbeiter in den Teams müssen über ihre Kräfte hinaus arbeiten, um eine gute und menschliche Behandlung ihrer Patienten hier vor Ort zu gewährleisten, während die Leitung sie allein lässt. Die beschriebenen Mißstände und die Art und Weise, wie von der Geschäftsführung auf die mittlerweile eingetretene Lage und die Kritik von Mitarbeitern reagiert wird, bestätigen den Eindruck, daß die Verantwortlichen das Norder Krankenhaus in seinem bisherigen Umfang entgegen allen öffentlichen Zusagen und Beteuerungen schon in naher Zukunft vorzeitig sterben lassen werden.

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Wirtschaftlichkeitsbetrachtung überflüssig – neue Termine für die Zentralklinik

Ohne weitere kritische Stellungnahmen aus den politischen Gremien und ohne weitere Nachfragen in der Öffentlichkeit sind in den vergangenen Wochen  zwei lange angekündigte Termine für die Zukunft unserer Krankenhauslandschaft (einmal mehr) zu Makulatur  erklärt worden.

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung? Kommt  zwei Jahre später – die braucht aber sowieso niemand mehr!

Der Zeitpunkt, an dem endlich eine „wirklich entscheidungsreife“ („belastbare“, „gesicherte“,  nicht „spekulative“ …)  Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Vorhabens „Zentralklinik“ vorliegen soll, ist nun Ende 2022.

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Notfalltriagepraxen – weder Sicherung der Notfallversorgung noch des Standorts Norden

In den vergangenen Tagen rauschte ein wahre Welle an Erfolgsmeldungen unseres Klinikmanagements durch die Presse. Die Eröffnung der ersten Notfalltriagepraxis in Norden wurde als Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung in Norden und auch als erster Schritt zur Sicherstellung der „künftigen“ Notfallversorgung angekündigt. Wir erlauben uns einen Faktencheck.

„Notfalltriagepraxen“  in den Klinikgebäuden in Norden, Aurich, Emden : Wird das 24*7-Versprechen zur Notfallbehandlung eingelöst?

In der Fragestellung des  zweiten Emder Bürgerentscheids im Mai 2019 wurde den Bürgern bekanntlich für den Fall eines  „JA“ zur Schließung des Emder Klinikums eine Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung vor Ort in Emden versprochen. Diese politische Zusage sollte ebenso für die beiden anderen derzeitigen Klinikstandorte Aurich und Norden gelten.

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Nachlese zur Veranstaltung mit Prof.Wehkamp

Im voll besetzen großen Saal des Mittelhauses begrüßte der Förderverein als Gastreferenten Prof Karl Wehkamp aus Bremen, bekannt durch aktuelle Berichte in TV und Presse (Stern-Ärzteappell „Medizin vor Profit“) und durch seine Studie „Medizin zwischen Patientenwohl und Ökonomisierung“.
Wehkamp, der lange Zeit Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin war hat als Berater Krankenhäuser und Klinikverbünde in ganz Deutschland von innen kennengelernt.

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