Warum ein Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) ein geschlossenes Krankenhaus nicht ersetzen kann

Als eine vielversprechende „neue Versorgungsform“ mit Zukunft“, die „eine Menge Chancen biete“, vor allem dort, wo bestehende Kliniken „geschlossen werden müssen“, werden die Regionalen Gesundheitszentren in Niedersachsen angepriesen. In das 2022 novellierte Niedersächsische Krankenhausgesetz wurden die RGZ als neuer Typ stationär-ambulanter Versorgung aufgenommen und als „Ersatzangebot“ für aufgegebene Grundversorgungskrankenhäuser verankert.  Eine erste Bilanz der tatsächlichen Leistungen, die ein solches RGZ erbringen kann, hatten wir anhand des ersten niedersächsischen RGZ in Ankum vorgenommen, das am 1. April an die Stelle des bisherigen Marienhospitals getreten ist.

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„Keine Schließung, nur weniger Medizin“? Wie das Schließen der UEK Norden verniedlicht wird

Im Kreisausschuß für Gesundheit und Pflege stand am 29.06. ein „Sachstandsbericht zum geplanten Regionalen Gesundheitszentrum, dem Modellversuch StatAMed, den geplanten ambulanten Operationen und dem verbleibenden stationären Angebot am Klinikstandort Norden“ auf der Agenda. Da die bisherigen öffentlichen Informationen seitens Landkreis und Trägergesellschaft sogar zum Zeitpunkt der bereits auf Hochtouren laufenden „Transformation“ noch mehr als spärlich waren, hatte die Vertreterin der Grünen im Ausschuß eine Behandlung dieser Themen beantragt. Mit Dr. Axel Schoenian und Helmut Hagemeister fragten auch zwei Vertreter des Fördervereins nach.

„Transformation“ im Eiltempo :  Von der klinischen Versorgung  zum RTW-x mit der Patientengesundheit

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Was wäre wenn (2): „Notfallambulanz“ statt Notaufnahme einer Klinik? Das reicht nicht!

Was wäre wenn…  die UEK in Norden tatsächlich ab dem 1.7.2023 in ein „Regionales Gesundheitszentrum“ umgewandelt würde ?

2.  Was bedeutet die  vorgesehene Schließung der UEK Norden für Notfallbehandlung ?

 „Auch in Zukunft wird der ambulante Notfallpatient (im RGZ) versorgt werden“ ,so kündigten es diese Woche der Ärztl. Direktor Dinse-Lambracht und GF Balster im Pressegespräch an. Über den gravierenden Verlust, den eine solche „Notfallpraxis“ am Standort des ehemaligen Krankenhauses gegenüber der noch bestehenden klinischen Notaufnahme bedeuten würde, sollen solche Beschwichtigungen hinwegtäuschen. In der Tat geht es aber um etwas ganz Anderes als um die Einschränkung von Öffnungszeiten. Deshalb für alle, die sich (und andere)  immer mit dem tröstenden Gedanken beruhigen wollen „Alles nicht so wild, da bleibt doch was!“  die folgenden Fakten zur Erinnerung  :

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Was wäre wenn (1): Erreichbarkeit der Grundversorgung inakzeptabel!

Was wäre wenn…  die UEK in Norden tatsächlich ab dem 1.7.2023 in ein „Regionales Gesundheitszentrum“ umgewandelt würde ?

1 . Was bedeutet die  vorgesehene Schließung der UEK Norden für die Erreichbarkeit eines  Krankenhaus der Grundversorgung ?

Die Auswirkungen einer Schliessung im Hinblick auf die Erreichbarkeit eines  Krankenhauses der Grundversorgung sind sehr deutlich im GKV-Kliniksimulator  ablesbar :

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Gesundheitspolitischer Offenbarungseid: Aufsichtsratsbeschluß zur Schliessung der UEK Norden besiegelt K.O. für die medizinische Grundversorgung rund um Norden

Am 19.April hat der Aufsichtsrat der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden mbH die Umwandlung des Klinikstandorts Norden in ein „Regionales Gesundheits­zentrum“ beschlossen. Mindestens fünf Jahre vor der Fertigstellung der geplanten Zentralklinik (deren Finanzierung und damit Umsetzbarkeit bis heute noch nicht gesichert ist) wird damit der Grund- und Regelversorgung für die fast 90.000 Einwohner des Altkreises Norden ein ersatzloses Aus beschieden. Der Förderverein hat seit Jahren vor dem immer schneller vorangetriebenen Abbau des Norder Krankenhauses und seinen katastrophalen Folgen für die gesamte medizinische Versorgung in der Region gewarnt. Eine Strategie zur Sicherstellung des Norder Krankenhauses für die Zeit bis zur Verfügbarkeit einer neuen Klinik wurde der Geschäftsführung der Kliniken seitens der politischen Auftraggeber bis heute nicht abverlangt, sondern als „unzeitgemäß“, „finanziell nicht machbar“  und damit überflüssig abgetan. Dass genau durch diesen Kurs der „geordnete Übergang“ von Monat zu Monat stärker unterlaufen wurde, wollten die Entscheidungsträger  in den gesundheits-politischen Gremien des Landkreises Aurich nie zur Kenntnis nehmen.  Die Sicherstellung eines solchen geordneten Übergangs war aber bei den Beschlüssen zur Zentralklinik  Entscheidungsgrundlage und wurde in der Folgezeit auch immer wieder versprochen.  Eine solche Strategie – und nicht das blinde Zerstören der Grundversorgung im Namen selbstgeschaffener vermeintlicher Sachzwänge – bleibt der Träger seinen Bürgern dringend  schuldig!

Zur Pressemitteilung der Trägergesellschaft nehmen wir deshalb wie folgt Stellung:

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Förderverein warnt vor Streichung der Krankenhausgrundversorgung in Norden

Anläßlich der in dieser Woche stattfindenden Aufsichtsratssitzung der Trägergesellschaft der Kliniken Aurich-Emden-Norden und der dort geplanten Beschlussfassungen zur Zukunft der stationären Versorgung in Norden  dokumentieren wir an dieser Stelle unsere aktuelle Pressemitteilung.

„Förderverein warnt vor Streichung der Krankenhausgrundversorgung in Norden.
Kann das Projekt „StatAMed“ die Gesundheitsversorgung in Norden wirklich sichern?

„Diese Woche soll in den Entscheidungsgremien der Trägergesellschaft über die Zukunft des Krankenhausstandortes Norden beschlossen werden.

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Nach der Novellierung des NKG : „Herabstufung“ der UEK Norden

Bekanntlich wurde im Juni 2022 mit den Stimmen der damals noch regierenden GroKo und der Grünen das Niedersächsische Krankenhausgesetz novelliert.

Nach dem neuen, im Juni beschlossenen Krankenhausgesetz ist es künftig möglich, kleine und unwirtschaftliche Krankenhäuser zu schließen, wenn diese ihren Auftrag nicht mehr ausreichend erfüllen können. Diese können dann zu „Regionalen Gesundheitszentren“ RGZ umgewandelt werden.

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Kurzzeitklinik statt Grundversorgung in Norden? Zum Start von „StatAMed“

Schon ab Beginn des kommenden Jahres wird sich die UEK Norden am Projekt „Statamed“ (kurzstationäre Versorgung) beteiligen. Das bestätigte die Interimsgeschäftsführung gegenüber den Ostfriesischen Nachrichten am 1.12.22. Mit der Teilnahme an diesem Projekt geht es um nicht weniger als um den Einstieg in die Umwandlung von einem Krankenhausstandort in eine Einrichtung der ambulant-stationären Versorgung. Aussagen der niedersächsischen Gesundheitsministerin am 8.12.22 am Rande des Krankenhausplanungausschusses bestätigen, dass für Norden ab 2023 “ähnliche Pläne” in Angriff genommen werden sollen, wie jetzt erstmals in Bersenbrück, wo dem Träger eines Klinikums für die Umwandlung in ein “Regionales Gesundheitszentrum” freie Hand gegeben wurde.  Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zu Projekten der kurzstationären Grund- und Übergangsversorgung in Deutschland, Stand Juli 2022 berichtete bereits über Norden als “geplanten Projektstandort für StatAMed”, auch in der Projektbeschreibung des Innovationsausschusses des G-BA taucht die UEK Norden bereits als „Konsortialpartner“ auf.  Aus diesem Anlass informiert der Förderverein.

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Grundversorgung kein Thema? Keine Antworten von unseren frischgewählten SPD-MdL Arends und Siebels

Am 01.September – einen guten Monat vor der Niedersachsenwahl – hat der Förderverein unseren SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Arends ( zu diesem Zeitpunkt noch Kandidat, mittlerweile erneut in den Landtag gewählt ) in dem hier dokumentierten Brief noch einmal eindringlich auf die Brisanz der aktuellen Situation rund um das Norder Krankenhaus aufmerksam gemacht. Dabei wurde auf die Folgen eines immer wahrscheinlicher werdenden vorzeitigen „Aus“ in Norden hingewiesen. Auch an den Auricher MdL, Wiard Siebels, ging ein gleichlautendes  Schreiben. Unsere Erwartung war, daß es eine öffentliche Stellungnahme zur Situation des Krankenhauses Norden geben würde und dass die SPD

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