Leer investiert – Zentralkliniker träumen

Erfreuliche Nachrichten aus Leer:
„Während andernorts die Verringerung eines Millionendefizits bejubelt wird, bauen wir neu mit Geld aus der eigenen Kasse“.
Mit einem so selbstbewußten Statement  konnte der Leeraner Landrat Groote in seinem Jahresrückblick 2018 zurecht punkten. Seine Bemerkung macht aber auch deutlich, wie Politik und Klinikmanagement  der Nachbarkreise das gesundheitspolitische Treiben im Landkreis Aurich und in Emden wahrnehmen : als hilfloses und planloses Stückwerk.

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Norder Parteien nehmen Stellung zur aktuellen Kliniksituation

In der vergangenen Woche haben drei Norder Parteien zur aktuellen Situation der UEK deutlich Stellung bezogen. Der Förderverein begrüßt es, daß der – speziell für das Norder Krankenhaus – ruinöse Kurs, den die Geschäftsleitung der UEK  mit Billigung der Gremien des Landkreises Aurich unbeirrt weiter verfolgt , durch die Norder Parteien CDU, ZOB und Grüne im Hinblick auf  Auswirkungen für Patienten und Personal  hinterfragt wird. Anbei der Wortlaut der Erklärung :

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Eppmann : „Mit funktionierenden Kliniken in die Zukunft“ – „haltlos“ oder einfach nur zynisch?

Seit Jahren werden Leistungen und Angebote der UEK , und dabei vorrangig  des Norder Krankenhauses, immer weiter eingeschränkt. Für eine Modernisierung oder gar einen Ausbau der UEK werden schon ebenso lange keine Fördermittel des Landes mehr beantragt, weil Politik und Geschäftsleitung ihre Krankenhäuser als Abwicklungsfälle betrachten und behandeln, die sie schnellstens schließen wollen. Sie selbst schaffen auf diese Weise täglich mehr von den sogenannten „maroden“ Zuständen, die sie so gern als  zwingenden Beleg dafür verstanden wissen wollen, daß die Häuser „ohne Zukunft“ sind.

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Pressemitteilung zum Parteitagsbeschluß der SPD Aurich und Emden

24-8-2018: Der Förderverein begrüßt den Parteitagsbeschluss der SPD-Unterbezirke Aurich und Emden.  Gravierende Probleme stellen Planungen für die Zentralklinik in Georgsheil in Frage.
„Wir finden in dem Beschluss der SPD einen großen Teil unserer Forderungen wieder“ sagt Dr. Axel Schönian, der 2. Vorsitzende des Fördervereins der UEK am Standort Norden zum Beschluss der SPD-Unterbezirke Aurich und Emden vom 17. August. „Auch nach Jahren der Planung und Vorbereitung sind entscheidende Fragen weitab einer Lösung“, stellt Dr. Schönian fest: „Dies sind zum Beispiel die Notfallversorgung, die unzureichende Verkehrsinfrastruktur, die Finanzierung sowie die wirtschaftlichen Konsequenzen für die drei betroffenen Städte – aus unserer Sicht natürlich vor allem die Auswirkungen auf den Altkreis Norden“. Ursprünglich sollte nach Aussagen von SPD und CDU der Bürgerentscheid bindend sein: falls die Bürger im Landkreis Aurich oder der Stadt Emden die Zentralklinik ablehnen, sollten die Zentralklinik-Pläne aufgegeben werden. Die Bevölkerung in den Städten Emden und Aurich hatte im Juni 2017 mehrheitlich für den Erhalt ihres Krankenhauses und damit gegen den Bau einer Zentralklinik in Georgsheil gestimmt. Dennoch arbeite die  Geschäftsführung der Trägergesellschaft zum Bau des Klinikums in Georgsheil im Auftrag von Landrat Weber (SPD) und Oberbürgermeister Bornemann (SPD) weiter daran, die Zentralklinik umzusetzen. „Insbesondere im Krankenhaus Norden wird in einem Ausmaß gekürzt, dass zu befürchten ist, dass es bereits vor einer Grundsteinlegung in Georgsheil geschlossen werden soll“, hieß es im Förderverein. Wenn es die SPD mit einer Bürgerbeteiligung ernst meine, müsse sie sich für einen sofortigen Abwicklungsstopp des Krankenhauses Norden einsetzen. Deshalb fordert der Förderverein die SPD im Landkreis und insbesondere die Kreistagsabgeordneten aus dem Altkreis Norden dazu auf, weitere Kürzungen im Krankenhaus Norden zu verhindern. Der Förderverein freut sich auf eine echte Bürgerbeteiligung und fordert, bereits bei der Planung und Organisation der Bürgerbeteiligung einbezogen zu werden. „Uns liegt an einer ergebnisoffenen Diskussion, um die beste Lösung für die Gesundheitsversorgung zu erreichen, die auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Dabei sollten alle Beteiligten darauf verzichten, Positionen als alternativlos darzustellen.“ „Wir vom Förderverein müssen ebenso offen über die Errichtung einer Zentralklinik diskutieren, wie die andere Seite für den Erhalt und die Entwicklung der jetzigen Standorte offen sein muss. Das Finden der sinnvollsten Lösung ist wichtiger, als ein Dogma durchzusetzen“ betont der Förderverein. Am Ende des Bürgerbeteiligungsprozesses müsse ein verbindlicher Bürgerentscheid stehen.

 

 

 

 

Bundesweit anerkannter Medizinexperte warnt vor Wiederaufnahme der Zentralklinikpläne

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir anbei einen Leserbrief, in dem der ursprünglich aus Emden stammende Gesundheitsökonom und Medizinethiker Professor Dr. Karl-Heinz Wehkamp, Bremen, deutlich vor einer Wiederaufnahme der Zentralklinikpläne warnt. Er nimmt Stellung gegen die überzogenen und völlig ungerechtfertigten Erwartungen und Vorstellungen, mit denen Politik und Trägergesellschaft die Bürger hierzulande seit Monaten davon zu überzeugen versuchen, daß das Schließen der drei Krankenhäuser für die Sicherstellung der stationären Gesundheitsversorgung „alternativlos“ sei. Professor Wehkamp ist bekannt als langjähriges Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin, Göttingen und Professor am Studiengang Gesundheit / Public Health der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg. Er hat selbst lange Jahre als Mediziner praktiziert und ist Gründungsdirektor des Zentrums für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum, Hannover.

Ende 2017 war er Mitautor der Studie „Medizin zwischen Patientenwohl und Ökonomisierung“. Zu dieser Studie haben wir weitere Informationen in unseren Leseempfehlungen hinterlegt.

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Beschlüsse des Auricher Kreistags und des Emder Rats zur Zukunft der Kliniken: „Der schlimmste Betrug ist der Selbstbetrug“ (Marcel Reif)

Es sind ausgesprochen merkwürdige Beschlußvorlagen, die heute im Emder Rat und im Auricher Kreistag unter dem Namen „Entscheidung über die Zusammenarbeit mit der Stadt Emden im Klinikbereich“ (Aurich)  verabschiedet werden sollen. Die vollmundig angekündigte  klare  Entscheidung über diese weitreichende Zukunftsfrage,  die  den Mitarbeitern  und Patienten endlich Klarheit geben soll,  ist es aber definitiv  nicht ! Stattdessen steht ein billiger politischer Selbstbetrug auf der Tagesordnung. Mit den vorliegenden „Beschlüssen“ wird nämlich das Spiel auf Zeit, mit dem unsere  gesamte Gesundheitsversorgung  immer weiter heruntergewirtschaftet  wird, noch  ein weiteres Jahr fortgeschrieben . Währenddessen beschließt die Politik einmal mehr nichts als ihre eigenen besten Absichten.  Ein Armutszeugnis, und wenig verwunderlich, daß solche Vorlagen in Hinterzimmern ausgetüftelt wurden.

Was steht zum Beschluß an ?

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Zukunft der Gesundheitsregion Norden bedroht – offener Brief an Abgeordnete aus der Region

Anläßlich der bevorstehenden Kreistagssitzung am 28.06.2018, auf der eine weitreichende Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit im Klinikbereich getroffen werden soll, wendet sich der Förderverein nochmals mit einem offenen Brief an die Abgeordneten aus Norden und dem Umland :

Offener Brief an Kreistagsabgeordnete für die Region Norden

Julia Feldmann, Hans Forster, Barbara Kleen, Christel Lüppen, Sascha Pickel, Erwin Sell, Hermann Akkermann, Kuno Behrends, Ida Bienhoff-Topp (SPD), Rainer Feldmann, Hilko Trei (FDP), Sven Behrens, Erwin Erdmann, Roelf Odens, Hermann Reinders, Wolfgang Sikken (CDU)

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Einschränkungen bei OP-Bereitschaft und Laborzeiten an der Norder UEK – Resolution an den Norder Bürgermeister

An der UEK in Norden, so kündigt die Geschäftsführung an, wird es ab 1.7. (zunächst „vorübergehend“, wie es heißt), zwischen Fr 15.30 und Mo 7.00  keine Notfalloperationen mehr geben. Begründung für die Einschränkungen in Norden: aufgrund einer (Eigen-)kündigung und eines Krankheitsfalls in Norden in der Anästhesiepflege reiche die Personaldecke nicht mehr, eine 7 * 24 -OP-Bereitschaft in Norden sicherzustellen.

Wie ist es möglich, daß zwei alles andere als außergewöhnliche Personalien die Leistungsfähigkeit vor Ort dermaßen stark beeinflussen können, daß es zu so einer gravierenden Einschränkung kommt?  In der Erklärung weist Frau Dr. Gesang darauf hin, daß die Norder OP-Bereitschaft (eine Rufbereitschaft)  bereits jetzt  teilweise von Auricher Mitarbeitern abgedeckt wird. Dort besteht eine Vor-Ort-Bereitschaft. Für den Engpass in Norden seien auch personelle Einschränkungen in Aurich verantwortlich. Laut Darstellung von  Frau Dr. Gesang sind nämlich mehrere Mitarbeiter der Auricher OP-Bereitschaft ebenfalls aufgrund Eigenkündigung weggebrochen.

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Förderverein erinnert an ausstehende Antworten des Landrats

Im Zuge der Norder Ratssitzung am 25.04. haben Landrat Weber, Klinikgeschäftsführer Eppmann und der ärztliche Direktor der UEK , Dr. Held , für die Fortsetzung der Zentralisierungspläne für die stationäre Versorgung in der Region geworben und  dazu die  Idee einer “Regionalklinik” vorgestellt, die anstelle der geschlossenen UEK-Häuser in Norden und Aurich treten würde. Für die anwesenden Bürger, darunter auch etliche Mitglieder und Freunde des Fördervereins, war es leider nicht möglich, dem Landrat als dem politisch Verantwortlichem  für die Gesundheitspolitik im Landkreis Aurich ihre Fragen im Rahmen der Einwohnerfragestunde direkt zu stellen. Um sie dennoch  beantwortet zu bekommen, hatte der Förderverein sie anschließend in Form eines offenen Briefes gesammelt und an den Landrat gerichtet. Dieser Brief mit neun brisanten Fragen zur Zukunft der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Stadt Norden und des Norder Umlands wurde am 14.5. direkt beim Kreis Aurich eingereicht.

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SPD Norden redet ihren Bürgern eine Regionalklinik schön

Den Vorschlägen der Zentralklinik-Trägergesellschaft für eine Schließung der stationären Standorte in Norden und Aurich zugunsten einer neuen „Regionalklinik“ in Georgsheil, die  (vorerst)  mit einem verkleinerten Klinikum in Emden zusammenarbeiten soll, will die Norder SPD folgen. Damit würde sich für das Norderland die bereits seit Jahren unter aktiver Beteiligung der hiesigen SPD umgesetzte Verschlechterung der  medizinischen Versorgung weiter zuspitzen.

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