Zukunft der Gesundheitsregion Norden bedroht – offener Brief an Abgeordnete aus der Region

Anläßlich der bevorstehenden Kreistagssitzung am 28.06.2018, auf der eine weitreichende Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit im Klinikbereich getroffen werden soll, wendet sich der Förderverein nochmals mit einem offenen Brief an die Abgeordneten aus Norden und dem Umland :

Offener Brief an Kreistagsabgeordnete für die Region Norden

Julia Feldmann, Hans Forster, Barbara Kleen, Christel Lüppen, Sascha Pickel, Erwin Sell, Hermann Akkermann, Kuno Behrends, Ida Bienhoff-Topp (SPD), Rainer Feldmann, Hilko Trei (FDP), Sven Behrens, Erwin Erdmann, Roelf Odens, Hermann Reinders, Wolfgang Sikken (CDU)

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Einschränkungen bei OP-Bereitschaft und Laborzeiten an der Norder UEK – Resolution an den Norder Bürgermeister

An der UEK in Norden, so kündigt die Geschäftsführung an, wird es ab 1.7. (zunächst „vorübergehend“, wie es heißt), zwischen Fr 15.30 und Mo 7.00  keine Notfalloperationen mehr geben. Begründung für die Einschränkungen in Norden: aufgrund einer (Eigen-)kündigung und eines Krankheitsfalls in Norden in der Anästhesiepflege reiche die Personaldecke nicht mehr, eine 7 * 24 -OP-Bereitschaft in Norden sicherzustellen.

Wie ist es möglich, daß zwei alles andere als außergewöhnliche Personalien die Leistungsfähigkeit vor Ort dermaßen stark beeinflussen können, daß es zu so einer gravierenden Einschränkung kommt?  In der Erklärung weist Frau Dr. Gesang darauf hin, daß die Norder OP-Bereitschaft (eine Rufbereitschaft)  bereits jetzt  teilweise von Auricher Mitarbeitern abgedeckt wird. Dort besteht eine Vor-Ort-Bereitschaft. Für den Engpass in Norden seien auch personelle Einschränkungen in Aurich verantwortlich. Laut Darstellung von  Frau Dr. Gesang sind nämlich mehrere Mitarbeiter der Auricher OP-Bereitschaft ebenfalls aufgrund Eigenkündigung weggebrochen.

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Förderverein erinnert an ausstehende Antworten des Landrats

Im Zuge der Norder Ratssitzung am 25.04. haben Landrat Weber, Klinikgeschäftsführer Eppmann und der ärztliche Direktor der UEK , Dr. Held , für die Fortsetzung der Zentralisierungspläne für die stationäre Versorgung in der Region geworben und  dazu die  Idee einer “Regionalklinik” vorgestellt, die anstelle der geschlossenen UEK-Häuser in Norden und Aurich treten würde. Für die anwesenden Bürger, darunter auch etliche Mitglieder und Freunde des Fördervereins, war es leider nicht möglich, dem Landrat als dem politisch Verantwortlichem  für die Gesundheitspolitik im Landkreis Aurich ihre Fragen im Rahmen der Einwohnerfragestunde direkt zu stellen. Um sie dennoch  beantwortet zu bekommen, hatte der Förderverein sie anschließend in Form eines offenen Briefes gesammelt und an den Landrat gerichtet. Dieser Brief mit neun brisanten Fragen zur Zukunft der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Stadt Norden und des Norder Umlands wurde am 14.5. direkt beim Kreis Aurich eingereicht.

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SPD Norden redet ihren Bürgern eine Regionalklinik schön

Den Vorschlägen der Zentralklinik-Trägergesellschaft für eine Schließung der stationären Standorte in Norden und Aurich zugunsten einer neuen „Regionalklinik“ in Georgsheil, die  (vorerst)  mit einem verkleinerten Klinikum in Emden zusammenarbeiten soll, will die Norder SPD folgen. Damit würde sich für das Norderland die bereits seit Jahren unter aktiver Beteiligung der hiesigen SPD umgesetzte Verschlechterung der  medizinischen Versorgung weiter zuspitzen.

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Heiko Schmelzle : Krankenhausgestützte Notfallversorgung ohne Krankenhaus?

In einer Pressemitteilung vom 12.05.2018 erinnert der Norder Bürgermeister Heiko Schmelzle nicht nur an die eminent wichtige Funktion, die eine stationäre Gesundheitversorgung am Standort Norden für die hiesige Bevölkerung und auch für den Tourismus in Norden und der umliegenden Küstenregion hat. Er kritisiert auch, daß die aktuell vorgestellten Pläne für eine Regionalklinik de facto eine krankenhausgestützte Notfallversorgung ohne ein Krankenhaus vorsehen – und damit absehbar zu erheblichen Versorgungsengpässen in der Notfallversorgung führen müßten. Der Förderverein veröffentlicht die Presseerklärung anbei :

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Fragen an Landrat Weber – offener Brief des Födervereins

Im Zuge der Norder Ratssitzung am 25.04. haben Landrat Weber, Klinikgeschäftsführer Eppmann und der ärztliche Direktor der UEK , Dr. Held , für die Fortsetzung der Zentralisierungspläne für die stationäre Versorgung in der Region geworben und  dazu die  Idee einer „Regionalklinik“ vorgestellt, die anstelle der geschlossenen UEK-Häuser in Norden und Aurich treten würde. Für die anwesenden Bürger, darunter auch etliche Mitglieder und Freunde des Fördervereins, war es leider nicht ohne Weiteres möglich, dem Landrat als dem politisch Verantwortlichem  für die Gesundheitspolitik im Landkreis Aurich im Rahmen der Einwohnerfragestunde ihre Fragen direkt zu stellen. Um sie dennoch beantwortet zu bekommen, hat der Förderverein sie Herrn Weber nun in Form eines offenen Briefes gestellt. Dieser ist im Folgenden dokumentiert.

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Zentralisierung? Lehren aus Schaumburg ..

Personalnot am Klinikum Schaumburg?

Ein lesenswerter Zeitungsbericht aus den „Schaumburger Nachrichten“ zur aktuellen Personalsituation (Stand Februar 2018) in der dort  frisch in Betrieb genommenen Zentralklinik in Obernkirchen. Dieses Haus mit 437 Betten  – zuständig für die medizinische Grundversorgung im Landkreis Schaumburg –  wird bekanntlich vom privaten Betreiber Agaplesion geführt, einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft, deren Gesellschafter verschiedene Unternehmen vorwiegend aus der Diakonie sind und die sich als  „Einrichtung der evangelischen Kirche“  versteht. Sie betreibt in ganz Deutschland Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenpflege.

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„Regionalklinik“ – Was soll das?

Eine Stellungnahme von Mitgliedern des Fördervereins zu den vorgestellten Plänen für eine Regionalklinik

Seit dem Bürgerentscheid im Juni 2017 sollte der Plan zum Neubau einer Zentralklinik in Georgsheil eigentlich vom Tisch sein. Von der Geschäftsführung wurde ein Konzept im Sinne einer Verbundlösung für alle drei ostfriesischen Kliniken, Emden Aurich Norden, erwartet.

Nach zehn monatiger Planung verkündet die hoch bezahlte Geschäftsführung das überraschende  Ergebnis ihrer intensiven Arbeit: im Wesentlichen bleibt alles beim Alten, die UEK in Aurich und Norden wird dicht gemacht, das Krankenhaus Emden soll verkleinert werden.

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Ärzteverein Norder Land zur Zukunft der stationären Versorgung – Brief an Weber

Den nachfolgend dokumentierten offenen Brief hat der Ärzteverein Norder Land  in der vergangenen Woche an Landrat Harm-Uwe Weber  gerichtet. Der Förderverein dankt dem Ärzteverein Norder Land für diese sehr klare und deutliche Darstellung der Abhängigkeiten und Voraussetzungen einer funktionierenden stationären Grundversorgung in unserer Region und schließt sich den Forderungen an den Landrat an.

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Protest gegen die nichtöffentliche Informationsveranstaltung zur Zukunft der Kliniken

Zu einer spontan anberaumten Protestkundgebung  trafen sich am Freitag  rund 60 Bürger – vorwiegend aus dem Norder Bereich – an der KVHS in Aurich. Dort sollte – in nichtöffentlicher Sitzung – dem Kreistag des Landkreises Aurich und dem Emder Rat das „Zukunftskonzept“ der Trägergesellschaft für die drei Kliniken in Aurich, Norden und Emden vorgestellt werden. Mitglieder des Fördervereins  hatten den Protest  vorbereitet, vor Ort wurde die Aktion vom Aktionsbündnis zum Erhalt der wohnortnahen Krankenhäuser unterstützt.

„Nichtöffentliche Vorstellung der Krankenhauspläne? So geht es nicht!“

– unter diesem Motto richtete sich der Protest gegen die Schließungspläne für das Norder Krankenhaus („Norden nicht ohne mein Krankenhaus“ – „Zukunft in Norden : 7×24 in die Röhre gucken?“)  und gegen  die immer unverhohlener propagierte  Fortsetzung der Zentralisierungspläne. Mit der Parole  „Spiel auf Zeit – wir sind es leid“  wurde das Vorgehen von Politik und Trägergesellschaft  seit dem Bürgerentscheid  vor fast einem Jahr angegriffen, die statt der Schaffung einer  wirklichen  Verbundlösung in Aurich, Norden und Emden hinter den Kulissen unbeirrt  weiter auf Zentralklinikkurs fahren.

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