Eine Zentralklinik schreibt massive Verluste

Über das  AGAPLESION Ev.Klinikum Schaumburg  haben wir auch auf dieser Seite schon mehrfach berichtet: Denn in den Diskussionen um die Zukunft der Krankenhäuser in unserer Region wird diese Zentralklinik immer wieder als Vorbild und Vorzeigeobjekt  herangezogen. Aktuell werden aus dem Schaumburger Land hohe Verluste im ersten Betriebsjahr gemeldet : das Defizit in 2018, dem ersten Betriebsjahr nach der Eröffnung, beträgt 12 Mio €. Die Klinikgeschäftsführung hatte einen Verlust in einer solchen Höhe bei weitem nicht erwartet: In den Planungen war ein Anlaufverlust von ca 1 Mio für 2018 kalkuliert worden.

Die Schaumburger Nachrichten berichten am 5.4.2019 ausführlich über das unerwartet hohen Minus  und die Erklärungen zu  dieser Entwicklung seitens der Geschäftsführung:  „Katastrophales Ergebnis“: Klinikum schreibt 12 Millionen Euro Minus . Wir werfen  einen Blick auf die Entwicklung bei der „Vorzeigeklinik“  und erlauben uns auf dieser Basis eine Bewertung der Erwartungen und der  versprochenen Verbesserungen im Falle der Errichtung einer Zentralklinik hierzulande. 

Weiterlesen

Zukunftsperspektiven für die Norder UEK?

Ein erfreuliches Bekenntnis zur Zukunft der multimodalen Schmerzstation an der UEK  in Norden gab Geschäftsführerin Astrid Gesang in der letzten Woche ab. Der Förderverein nimmt dazu Stellung.

Der Förderverein der UEK am Standort Norden begrüßt das Bekenntnis der Geschäftsführung der Trägergesellschaft zur multimodalen Schmerzstation am Standort Norden. Es ist wichtig, dass die Trägergesellschaft nicht immer nur von einer Zentralklinik in Georgsheil rede, sondern die für die Patienten wichtigen  medizinischen Angebote und die guten Leistungen der Klinikmitarbeiter an den  bestehenden Standorten  in Aurich, Emden und Norden  angemessen fördert und sichert. Entgegen den – vorwiegend mit den wirtschaftlichen Ergebnissen begründeten – Negativaussagen zur Lage  der Häuser sollten die Leistungen der gut funktionierenden Kliniken in der  Öffentlichkeit auch angemessen dargestellt werden. Andernfalls droht ein weiterer Imageverlust der  Häuser und eine Spirale der Demotivation bei den Mitarbeitern. Frau Dr. Gesang selbst weist angesichts der Schmerzstation darauf hin, daß es für die Sicherstellung von Medizinleistungen abträglich ist, wenn ihre Existenzberechtigung  allein an der  Ökonomie festgemacht wir,  also den Erlösen und der „Marktfähigkeit“ einer Abteilung.

Weiterlesen