Zu einer spontan anberaumten Protestkundgebung trafen sich am Freitag rund 60 Bürger – vorwiegend aus dem Norder Bereich – an der KVHS in Aurich. Dort sollte – in nichtöffentlicher Sitzung – dem Kreistag des Landkreises Aurich und dem Emder Rat das „Zukunftskonzept“ der Trägergesellschaft für die drei Kliniken in Aurich, Norden und Emden vorgestellt werden. Mitglieder des Fördervereins hatten den Protest vorbereitet, vor Ort wurde die Aktion vom Aktionsbündnis zum Erhalt der wohnortnahen Krankenhäuser unterstützt.
„Nichtöffentliche Vorstellung der Krankenhauspläne? So geht es nicht!“
– unter diesem Motto richtete sich der Protest gegen die Schließungspläne für das Norder Krankenhaus („Norden nicht ohne mein Krankenhaus“ – „Zukunft in Norden : 7×24 in die Röhre gucken?“) und gegen die immer unverhohlener propagierte Fortsetzung der Zentralisierungspläne. Mit der Parole „Spiel auf Zeit – wir sind es leid“ wurde das Vorgehen von Politik und Trägergesellschaft seit dem Bürgerentscheid vor fast einem Jahr angegriffen, die statt der Schaffung einer wirklichen Verbundlösung in Aurich, Norden und Emden hinter den Kulissen unbeirrt weiter auf Zentralklinikkurs fahren.