Förderverein der UEK Norden wählt neuen Vorstand

Konkretes Konzept für die Zukunft der stationären Krankenversorgung in Norden gefordert  

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins der UEK am Standort Norden e.V. wurde ein neuer Vorstand gewählt. Erster Vorsitzender ist jetzt Dr.med. Axel Schönian (bisher 2. Vorsitzender), als zweite Vorsitzende neu im Vorstand ist Hanna Hagen, ehemalige Pflegeleiterin und Mitbegründerin der Palliativstation Norden. Schriftführerin bleibt Angelike Stockinger-Sürth, für die Finanzen bleibt weiter Rena Hüls zuständig. Der bisherige erste Vorsitzende, Jürgen Wieckmann, scheidet aus dem Vorstand des Vereins aus.

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Nachlese zur Veranstaltung mit Prof.Wehkamp

Im voll besetzen großen Saal des Mittelhauses begrüßte der Förderverein als Gastreferenten Prof Karl Wehkamp aus Bremen, bekannt durch aktuelle Berichte in TV und Presse (Stern-Ärzteappell „Medizin vor Profit“) und durch seine Studie „Medizin zwischen Patientenwohl und Ökonomisierung“.
Wehkamp, der lange Zeit Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin war hat als Berater Krankenhäuser und Klinikverbünde in ganz Deutschland von innen kennengelernt.

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Info-Veranstaltung mit Prof. Wehkamp in Norden : EIN Zentralklinikum an DREI Standorten – wie es andere erfolgreich machen

Von wegen „alternativlos“.. Selbstverständlich geht Zentralisierung und moderne Medizin in ländlichen Regionen auch anders – nämlich mit Erhalten der Klinikstandorte und der daran gebundenen ärztlichen Infrastruktur in kleineren Städten. Wie machen die das?  Der Förderverein lädt ein zur Informationsveranstaltung mit Diskussion:

„EIN Zentralklinikum an DREI Standorten –
wie es andere machen und Erfolg haben“

Referent : Prof. Karl Wehkamp, Bremen
Montag, den 14.Oktober um  19 Uhr im Mittelhaus in Norden

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Wie geht es weiter in Norden ? Gespräch mit Frau Dr. Gesang und Dr. Held

Wiederholte mehrwöchentliche Schließung  der OP-Bereitschaft  an  Wochenenden , Einschränkungen der Laborbereitschaft, Stationsschließungen,  temporäre Umwandung einer psychiatrischen Station in eine Tagesklinik im April –  die Meldungen über gravierende  Engpässe an der Norder UEK reißen nicht ab. Mittlerweile ist  eine existenziell kritische  Personalsituation – sowohl im ärztlichen als auch pflegerischen Bereich – für einen ordnungsgemäßen Betrieb des Krankenhauses eingetreten. Unabhängig von der grundsätzlichen Entscheidung über die Zukunft der Krankenhäuser in Emden, Aurich und Norden, von politischen Weichenstellungen nach dem Emder Bürgerentscheid und den Landratswahlen im Landkreis Aurich stellt sich deshalb  für Mitglieder und Freunde des Fördervereins die Frage : Wie soll und wie kann es in den nächsten Jahren weitergehen mit der stationären Gesundheitsversorgung  in Norden ?

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Medizin zwischen Patientenwohl und Ökonomisierung

Steht der Patient tatsächlich mit seinen gesundheitlichen Interessen im Mittelpunkt, wenn er ins Krankenhaus aufgenommen, dort behandelt und wieder entlassen wird? Ist der zu beobachtende fortwährende Anstieg der Fallzahlen und der Komplexitätsgrade der Erkrankungen ausschließlich auf medizinischen Bedarf zurückzuführen? Entspricht die Ausrichtung der Kliniken den gesundheitlichen Bedürfnissen der Bevölkerung? Oder sind diese Entwicklungen Ausdruck eines „Ökonomisierungsprozesses“, der medizinische Indikationen zunehmend mit wirtschaftlichen Interessen vermengt? Verändern die Finanzierungs- und Steuerungskonzepte des Gesundheitssystems auch die Inhalte und den Charakter der Medizin und der Krankenhäuser?

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„Klinikkonzept“ (2) : Was ist bei dieser Finanzierung „gesichert“?

Am 24.04. stellte die Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden in Emden den Mitgliedern des Emder Rats und des Auricher Kreistags einen neuen Stand eines Klinikkonzepts vor. Nach einer Bewertung des „Konzepts zur Notfallversorgung“ nimmt der Förderverein hier Stellung zu den Aussagen zur Finanzierung.

Ein ruinöse Finanzierung – auf geradem Weg in die Privatisierung?

In den letzten Wochen  wurde öffentlich über das  seit Jahren unterlassene Einwerben von Landesmitteln für Investitionsförderung für die Krankenhäuser in Aurich, Norden und Emden   diskutiert. Alle Aufforderungen aus dem Sozialministerium, nach dem Bürgerentscheid 2017 ein neues Konzept  vorzulegen und dabei eine Verbundlösung zwischen dem LK Aurich und der Stadt Emden umzusetzen (so forderte es die damalige Ministerin, Frau Rundt, und so schrieb es Staatssekretär Scholz an den Emder OB Bornemann) wurden seit 2017 ignoriert. Landesmittel für Investitionen sind deshalb bis heute nicht geflossen, verbindliche finanzielle Zusagen für Investitionen in die Kliniken fehlen, und aus der Pauschalförderung des Landes wurden lediglich Mittel in die Erhaltung abgängiger Bausubstanz gesteckt.

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Aktuelle Vorstellung des „Klinikkonzepts“ : „Vorhang zu und alle Fragen offen“

Am 24.04. stellte die Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden in Emden den Mitgliedern des Emder Rats und des Auricher Kreistags einen neuen Stand eines Klinikkonzepts vor. Der Förderverein nimmt Stellung.

„Vorhang zu und alle Fragen offen“

Wie befürchtet: Die Zentralklinik-Werbeveranstaltung am 24.04.2019 in der Emder A-Lasco-Bibliothek hat keine neuen Konzepte für die  Zukunft der stationären Gesundheitsversorgung in der Region gebracht. Die von C.Eppmann reklamierten „hochbelastbaren Konzepte“ waren Nullnummern. Sie haben ebensowenig Antworten auf die offenen Fragen gegeben wie zuvor bereits die „Klinikkonzepte“, die in den beiden Jahren nach dem Bürgerentscheid vorgestellt wurden. Mit den jetzt präsentierten unausgereiften und  unverbindliche Absichtserklärungen endet ein Spiel auf Zeit : Seit zwei Jahren wurde das für „alternativlos“ erklärte Zentralklinikvorhaben stillschweigend fortgesetzt. Dafür benötigte niemand neue Konzepte.

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Eine Zentralklinik schreibt massive Verluste

Über das  AGAPLESION Ev.Klinikum Schaumburg  haben wir auch auf dieser Seite schon mehrfach berichtet: Denn in den Diskussionen um die Zukunft der Krankenhäuser in unserer Region wird diese Zentralklinik immer wieder als Vorbild und Vorzeigeobjekt  herangezogen. Aktuell werden aus dem Schaumburger Land hohe Verluste im ersten Betriebsjahr gemeldet : das Defizit in 2018, dem ersten Betriebsjahr nach der Eröffnung, beträgt 12 Mio €. Die Klinikgeschäftsführung hatte einen Verlust in einer solchen Höhe bei weitem nicht erwartet: In den Planungen war ein Anlaufverlust von ca 1 Mio für 2018 kalkuliert worden.

Die Schaumburger Nachrichten berichten am 5.4.2019 ausführlich über das unerwartet hohen Minus  und die Erklärungen zu  dieser Entwicklung seitens der Geschäftsführung:  „Katastrophales Ergebnis“: Klinikum schreibt 12 Millionen Euro Minus . Wir werfen  einen Blick auf die Entwicklung bei der „Vorzeigeklinik“  und erlauben uns auf dieser Basis eine Bewertung der Erwartungen und der  versprochenen Verbesserungen im Falle der Errichtung einer Zentralklinik hierzulande. 

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Zukunftsperspektiven für die Norder UEK?

Ein erfreuliches Bekenntnis zur Zukunft der multimodalen Schmerzstation an der UEK  in Norden gab Geschäftsführerin Astrid Gesang in der letzten Woche ab. Der Förderverein nimmt dazu Stellung.

Der Förderverein der UEK am Standort Norden begrüßt das Bekenntnis der Geschäftsführung der Trägergesellschaft zur multimodalen Schmerzstation am Standort Norden. Es ist wichtig, dass die Trägergesellschaft nicht immer nur von einer Zentralklinik in Georgsheil rede, sondern die für die Patienten wichtigen  medizinischen Angebote und die guten Leistungen der Klinikmitarbeiter an den  bestehenden Standorten  in Aurich, Emden und Norden  angemessen fördert und sichert. Entgegen den – vorwiegend mit den wirtschaftlichen Ergebnissen begründeten – Negativaussagen zur Lage  der Häuser sollten die Leistungen der gut funktionierenden Kliniken in der  Öffentlichkeit auch angemessen dargestellt werden. Andernfalls droht ein weiterer Imageverlust der  Häuser und eine Spirale der Demotivation bei den Mitarbeitern. Frau Dr. Gesang selbst weist angesichts der Schmerzstation darauf hin, daß es für die Sicherstellung von Medizinleistungen abträglich ist, wenn ihre Existenzberechtigung  allein an der  Ökonomie festgemacht wir,  also den Erlösen und der „Marktfähigkeit“ einer Abteilung.

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Warum werden klare Zahlen aus Hannover von Geschäftsführung und Politik verdreht?

Stellungnahme des Fördervereins für die UEK am Standort Norden zu den Erklärungen von Wiard Siebels und Claus Eppmann

Claus Eppmann und Wiard Siebels bringen in den Pressemitteilungen nur Halbwahrheiten, um sich selbst aus der Schusslinie zu bringen. Der Förderverein für die UEK am Standort Norden fordert deshalb die Presse auf, die Original-Zahlen der Landesregierung zu veröffentlichen, die diese als Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen im niedersächsischen Landtag herausgegeben hat.

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